Bartagame frisst nur Heuschrecken

Fernanalaysen ohne die Haltungsbedingungen zu kennen sowie das Verhalten der Tiere im Terrarium zu beobachten sind schwer. 

Bei erwachsenen Bartagamen sollte die tierische Nahrung nur noch einen kleinen Anteil ausmachen. Was passiert denn wenn du über eine längere Zeit überhaupt keine Heuschrecken, Grillen etc. anbietest?

Wie gross ist denn dein Terrarium in dem du die beiden Tiere hälst?

Was ich an deiner Stelle tun würde: Trenne die Tiere für eine gewisse Zeit – mindetestens für 1 Monat, besser aber noch länger. Beobachte ob sich das Verhalten des schwächeren Tieres nicht ändert.

Vermutung: Bartagamen sind alles andere wie gesellige Tiere. Es sind Einzelgänger die sich in freier Natur normalerweise komplett aus dem Weg gehen. Die Nähe zum anderen Geschlecht wird nur während der Paarungszeit gesucht.

Bei Terrarienhaltung von 2 oder mehr Tieren ist dieses „aus dem Weg gehen“ nicht möglich. Es besteht somit die permanente Gefahr das eines der Tiere die Oberhand gewinnt und das andere Tier dominiert. In deinem Fall ist es eben denkbar, dass es das andere Tier nicht an „sein“ Grün-Futter lässt. Dieses ist somit gezwungen auf die tierische Nahrung auszuweichen.

hi,

was fütterst du an grünzeug überhaupt. vielleicht ist es nicht der art gerecht und besteht aus salat, obst und gemüse? oftmals können die tiere sich für farbenfrohes grünfutter begeistern, also mal versuchen, bunte blümchen einzuarbeiten: butterblumen, gänseblümchen, kresseblüten, rosenblütenblätter, stiefmütterchen/hornveilchen usw….

wenn eines der tiere schwächer und kleiner ist, so kannst du davon ausgehen, dass es u. U. unterdrückt wird. von daher rate ich dir zu einer trennung der beiden tiere. sind eh natürliche einzelgänger. eine paar-/gruppenhaltung kann gut gehen, geht aber ebenso oft schief, mitunter erst nach jahren.

biete einfach mal eine ganze weile gar kein lebendfutter an, sondern nur sehr abwechslungsreiche grünkost (löwenzahn, giersch, wegerich, nesseln, klee usw usw… das ganze garniert mit hübschen bunten blümchen. irgendwann wird dein verweigerer richtig knast schieben und auch fressen, was auf den tisch kommt. alle 10 tage für jedes tier 2-3 unterschiedliche futtertiere (schaben, grillen, heuschrecken, motten, auch mal ne larve und zur beschäftigung fliegen etc.)… dann sollte es auch mit der gesunden ernährung klappen.

ansonsten möchte ich mich meinen vorschreibern anschließen und nach den haltungsbedingungen fragen: terrariengröße, einrichtung, beleuchtungstechnik, temperaturen, luftfeuchtigkeit, supplementierung etc….

lg jana

Hi

Wie schon gesagt wurde, braucht man dazu mehr Informationen.

Wichtig ist aber fütterst du so weiter, wird dein Tier nicht alt.

Schau dich mal ein wenig hier um: www.bartagamen.keppers.de

Als Buch empfiehlt sich Bartagamen von Köhler und Grießhammer

Punkte die abgeklärt werden müssen:

  1. Wann war die letzte Kotprobe (Sammelkotprobe)? Wenn keine gemacht wurde oder es länger her ist, jetzt zügig machen (z.B. zu Exomed.de schicken)
  2. Wie groß ist das Terrarium? Für 2 Einzelgänger sollte man AB 200x80x80 rechnen, je größer desto besser. Kletterfähige Rückwand, Versteckmöglichkeiten
  3. Was heißt ein Tier ist dünner und schwächer? Ist ein sichtbarer Unterschied vorhanden, Trennung in Erwägung ziehen!
  4. Welche Beleuchtung ist vorhanden? Für jedes Tier ein Sonnenplatz mit UV. UV-Lampen mit externem Vorschaltgerät. Kompacktlampen oder Röhren sind NICHT ausreichend.
  5. Ist der Kot nachweislich parasitenfrei und das Tier gesund, so lange kein Lebendfutter, bis richtig gefressen wird. Abklärung ob Parasiten, Errankung, oder Unterdrückung muss zu erst erfolgen

Nein die zanken sich nur bei den Heuschreckrn und da regel ich das ab dass jeder was bekommt

Das Fressverhalten deines Tieres ist nicht normal und würde in freier Natur so nicht stattfinden. Woran es liegt können wir aufgrund nicht vorhandener Angaben von dir daher nicht sagen – sondern eben eben nur denkbare Möglichkeiten aufzeigen.

Was ich machen würde habe ich geschrieben, genauso wie Xineobe geschrieben hat was sie oder er machen würde.

Wenn du nichts änderst bzw. unternimmst, dann wird die Natur das Problem auf kurze oder längere Sicht von alleine regeln. Das Tier wird dann höchstwahrscheinlich nicht seine normale Lebenserwartung erreichen, sondern deutlich früher sterben. Jetzt liegt es an dir zu entscheiden ob und was du tun willst.