Darf man einen Menschen ändern?

Paul kann sich nur selbst ändern. Du wirst das niemals schaffen. Wenn Dir das wirklich wichtig ist, dann kannst Du ein offenes, ehrliches Gespräch unter vier Augen mit ihm suchen. Dabei würde ich den Grund des Gespräches nennen, ihm anschließend vor allem zuhören und versuchn auf ihn einzugehen. Vielleicht hat er einen Grund für sein Verhalten (schwierige Kindheit, gesundheitliche Beeinträchtigungen und so weiter) ? Bitte achte darauf, dass Du nicht zu sehr in Mitleid verfällst. Das kann einen Menshen verletzen. Zuhören ist oftmals ausreichend.

Dankeschön für Deinen Rat!

Hallo, wichtig wäre zu wissen ob Paul selber auch schonmal Andeutungen gemacht hat, dass er sich selber nicht so gefällt, dann ist auch die Aussage gerechtfertigt, dass er was ändern sollte an seinem Verhalten. Wenn er solche Aussagen nicht über sich macht, dann sollte auch jeder den Mund halten, der mit ihm zu tun hat. Und ich bin der Meinung, dass man nicht einen vollwertigen Menschen ablehnt sondern die schlechten Eigenschaften. Sehr viele Menschen möchten sich einfach nicht mehr mit Negativem abgeben. Wir haben zuviele Negative Einflüsse mittlerweile, dass jeder Mensch nach Positivem lechzt. Wenn Paul sich so gefällt dann sollte man ihn lassen.

Vielen Dank!

Eine Änderung ist wünschenswert.

Wenn schlechte Verhaltensweisen deutlich auftreten, ist ein Versuch, eine Änderung zum besseren zu erreichen, gerechtfertigt. Die Änderung wäre zum allseitigen Vorteil, auch des Betreffenden (Paul) selbst.

Eine Person an sich ist nicht mit bestimmten schlechten und unangenehmen Eigenschaften und Verhaltensweisen gleichzusetzen. Wenn es darum geht, darin eine Verbesserung herbeizuführen, ist damit die Person nicht genötigt, ihr ganzes Ich aufzugeben. Die angegebenen Eigenschaften und Verhaltensweisen sind nicht ein zu achtendes „wahres“/„echtes“/authentisches Selbst der Person, bei dessen Änderung sie kein Selbst mehr entfalten könnte. Warum ein augenblickliches schlechtes Verhalten einen unverzichtbaren Wesensbestandteil darstellen soll und ein gebessertes Verhalten nicht eines ist, bei dem die Person sie selbst ist, leuchtet nicht ein. Bei einer Änderung zum Besseren ist viel eher ein innerer Einklang und harmonische Entfaltung zu erwarten.

Aus der Beschreibung spricht eine Einstellung, nicht in diktatorischer Anmaßung vorschreiben zu wollen, was andere für Charaktereigenschaften zeigen, die Würde einer Person nicht verletzen zu wollen und allen Achtung entgegenzubringen. Dies ist anerkennenswert.

Es geht bei der Veränderung aber nicht darum, einen vollwertigen Menschen abzulehnen. Es geht darum, was für ein gutes menschliches Zusammenleben erforderlich ist, nicht darum, unter Verbiegung der Persönlichkeit durchweg anderen zu Gefallen (ihrer Lust und Laune) zu handeln.

Wenn die Person ein ähnliches Verhalten gegenüber anderen zeigt, kommt in Betracht, sich mit anderen auszutauschen und gemeinsam nach einem koordinieren konstruktiven Weg zu suchen.

Wichtig ist, klar Grenzen zu ziehen und zu zeigen, wo sie überschritten werden und etwas für einen nicht hinnehmbar ist.

Es sollte signalisiert werden, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Bei Aggressivität ist ein Vermeiden einer Eskalation soweit möglich ratsam. Ein Versuch konstruktiver Kommunikation über das Problem liegt nahe. Dabei kann die grundsätzliche Achtung vor ihm als Mitmenschen einleitend verdeutlicht werden, möglicherweise verbunden mit Anerkennung in bestimmten Hinsichten, die auch tatsächlich zutreffen. Eine Mitteilung sollte klar werden lassen: Dies stört mich/kränkt mich/ist für mich nicht akzeptabel/ärgert mich. Um gut zusammenzuarbeiten/miteinander auszukommen, unterlasse so etwa bitte.

Günstig ist es, die gegenseitigen Sichtweisen zu erfahren. Bei Paul ist anzunehmen, daß er zumindest ein wenig bemerkt hat, wie etwas im menschlichen Miteinander nicht so gut läuft (häufige Ausgrenzung, Aufbau zwischenmenschlicher Beziehungen gelingt nicht gut). Ist ihm klar, als überheblich/arrogant anzukommen? Bemerkt er, sich sehr von seinen Fähigkeiten überzeugt zu zeigen, sich als überlegen herauszuspielen und andere abzuwerten und abschätzig von ihnen zu sprechen und zu aggressiven Reaktionen zu neigen? Anzustreben ist eine Verständigung. Möglicherweise ist er dafür offen, Tipps und Empfehlungen zu bekommen, wie er mit anderen ein besseres Verhältnis entwickelt.

Menschen können aufgrund von Interaktion, ihren Reaktionen auf Verhalten, andere Menschen ein Stück weit beeinflussen. Sie können Anstöße und Anregungen geben. Wesentlich bei der Änderung ist die Person selbst. Es kommt darauf an, daß sie Veränderungsbedarf erkennt und sich um eine Veränderung zum Besseren bemüht. Eine Person kann aus den Ergebnissen eines Verhaltens lernen, wenn sie diese zur Kenntnis nimmt, darüber nachdenkt und richtige Schlüsse zieht. Grund für eine Veränderung kann sein, in Schwierigkeiten zu geraten, Ziele zu verfehlen und nicht das zu verwirklichen, was erwünscht ist.

Eine Person kann feststellen, nicht das zu verwirklichen, was sie in Wahrheit anstrebt. Ihr Handeln war unangemessen.

Gründe für schlechtes Verhalten und Situationen, in denen es am stärksten auftritt, könnten untersucht werden. So wird eher deutlich, wie es vermeiden werden kann.

Überheblichkeit/Arroganz und übermäßige Aggressivität/Jähzorn/Streitsucht sind Charakterfehler. Auch wenn dies nicht immer leicht ist, besteht eine Chance, sie abzustellen. Dazu gehört eine Einsicht, die aber nicht nur abstrakt bleiben darf. Die richtige Einstellung kann in Handlungssituationen umgesetzt werden und durch Gewöhnung entsteht allmählich eine feste innere Haltung. Typisch bei Charakterfehlern ist eine Blickverengung und Fixierung auf einen Anschein, bei dem unter Einwirkung von Affekten Eigenschaften zu falschen Verhalten hinreißen.

Du solltest einen Menschen höchstens indirekt ändern. Meist fühlen sich solche Menschen in ihrer Haut selber nicht so ganz wohl. Wenn man sie erst mal so annimmt wie sie sind MIT ihren Fehlern (die übrigens jeder mehr oder weniger hat) dann kann man langsam auch Einfluss auf dessen Verhalten nehmen. Er muss niemendem gefallen, nur sich selber, und viele ändern sich auch selbst, man muss ihnen nur die Chance dazu geben, eben in dem man sie erst mal so nimmt wie sie sind.

Danke Dir für Deinen Rat!

Ich glaube nicht, dass es möglich ist, jemanden zu ändern. Es ist höchstens möglich, jemanden davon zu überzeugen, dass er / sie sich ändern soll.

Da der Mensch ein Rudeltier ist, unterliegen wir alle den Einflüssen von anderen Personen. Es ist quasi nicht möglich, auf jemanden anderen keinen Einfluss auszuüben, wenn er sich im „range of influence“ befindet.

Wenn dieser Paul so ist hat er bestimmt seine Gründe. Vielleicht ist etwas in seiner Vergangenheit vorgefallen was ihn sehr verletzt hat oder etwas von dem er nicht zugibt, dass es ihn überhaupt verletzt hat, was er durch diese Macho-Gehabe versucht zu überspielen. Suche mal mit ihm allein das Gespräch und sprich ernst darauf an ohne ihm das Gefühl zugeben das du ihn dafür verspotten würdest. Dann wird er sich öffnen und vlt. auch seine emotionale Schutzhülle ablegen.

Danke für Deine Antwort!

Tatsächlich würden instinktiv viele Leute, die Paul kennen und mit ihm auskommen möchten, so reagieren und ihn ändern wollen. Die Frage ist nur, inwieweit er es zulässt. Und wenn er es nicht zulässt, würden diese Leute sich dann noch mit Paul abgeben wollen. Eher nicht. Denn jeder strebt nach seinem eigenen Glück. Wenn Paul für eine Änderung nicht bereit ist, geht er einen anderen Weg, mit dem er selber leben kann und muss.

Danke für Deine Antwort.

Pauls Verhalten ist nicht gleichzusetzen mit Pauls „Ich“. Er ist eine Person mit bestimmten Eigenschaften und diese Person kann man von außen nicht ändern. Das kann nur Paul selbst. Ob er das ändern soll oder muß, ist eine ganz andere Frage. Denn was Dich stört, ist nicht die Person, die Paul ist, sondern sein Verhalten. Das kann man auch nicht ändern, man kann Paul aber veranlassen, über sein Verhalten nachzudenken, wenn man ihm zeigt, daß er mit seinem Verhalten nicht weiterkommt oder das gewünschte Resultat erreicht. Niemand ändert sich, weil andere das wollen. Niemand ändert sein Verhalten, weil andere das wollen. Man ändert sein Verhalten nur, weil man merkt, daß daran etwas falsch ist, weil man nicht weiterkommt, weil man nicht erreicht, was man erreichen möchte. Das macht man selbst, das ist nicht die Aufgabe anderer Menschen. Der Königsweg, mit dem Verhalten eines Menschen fertigzuwerden, das einem nicht gefällt ist: Grenzen setzen und dabei konsequent sein.

Das kann man durch verbale Kommunikation erreichen: „Paul, ich schätze Dich als Menschen (als Kollegen, Mitschüler, Freund – was immer), aber dieses Verhalten geht mir über die Hutschnur. Wenn Du mit mir ein gutes Verhältnis haben willst, laß das.“ Oder man kann es mit nonverbaler Kommunikation versuchen: Wenn Paul das unerwünschte Verhalten zeigt, kehrt man sich ab, schweigt, geht weg, steht vom Tisch auf.

Der Schwerpunkt des Ganzen liegt dabei nicht auf Paul, der sich gefälligst ändern, anpassen, selbst aufgeben soll. Der Schwerpunkt liegt auf DEINEN eigenen Grenzen. Du stellst fest, welches Verhalten bis zu welchem Grad Du bei Dir zulassen willst. Ist die Grenze erreicht, setzt Du ein deutliches Signal und entziehst Dich. So hat ein Paul eine Chance, selbst zu lernen, was ankommt und was nicht. Und er kann selbst entscheiden, ob er so weitermachen möchte oder anders. Und weil Du ihn nicht als Menschen aburteilst, sondern nur sein Verhalten negativ sanktionierst, kann er auch mal fragen, ob man miteinander über ein Problem reden könnte, was anderen an ihm nicht gefällt und so weiter. Alle Chancen bleiben offen und es wird kein vernichtendes Urteil gefällt. Probier’s mal. Das geht. 😉 Viel Glück, q.

Dankeschön für Deine gute Antwort!

Es ist ganz einfach: Paul kann sich überlegen, ob sein momentanes Ego für ihn so in Ordnung geht. Falls er selbst eine Veränderung wünscht, so kann man ihm Unterstützung anbieten, so dass er sich ändern kann. Findet er sich allerdings ok, so wie er ist, dann sollte man ihn lassen.

Danke!

Hallo Carina,

Einen anderen Menschen zu ändern wird nicht funktionieren. Du kannst Dich und Deine Einstellung ändern, aber niemals einen anderen Menschen. Wenn Dein Gegenüber überheblich und arrogant ist, was ja das gleiche ist, dann wirst Du das ertragen müssen, oder den Kontakt reduzieren, wenn es Dich stört. Wenn sich jemand inDein Leben einmischt, kannst Du ihm unmissverständlich sagen, dass das Dein Leben ist, und Du ihn nicht um irgendwelche Kommentare gefragt hast. Da kannst Du leicht einen Riegel vorschieben und Dich abgrenzen. Auch Aggressionen kannst Du Dir verbieten. Es ist schon aggressiv, wenn jemand sich in eines Anderen Leben einmischt, und glaubt im Ratschläge geben zu müssen. Diese Unart ist besonders in dörfern weit verbreitet, wo sich ganze Gruppen zusammenschließen und glauben, Andere erziehen zu müssen. Da hast Du es ja richtig gut, wenn Du da nur eine Einzelperson hast, mit der Du dieses Problem hast.

Also, weise Einmischungen in Dein Leben zurück, aber ändern wirst Du niemanden. Ganz einfach weil das nicht geht.

Die Frage dürfte doch eher sein „Kann ich einen Menschen ändern“ . Und das dürfte i.d.R. schwierig sein – es sei denn er will es auch – ohne seinen Willen geht das nicht !
Am besten ist man ein positives Vorbild – dem der andere nacheifern will ! Das überzeugt am ehesten !

Ich gehe von einer anderen Seite daran.

Wenn ich mit einem Menschen einen Kontakt aufgenommen habe, dann ist es wahrscheinlich darum, das ich ihn ok finde. Und die paar Dinge die ich nicht ok finde, kann ich akzeptieren.

Wenn ich diesen Menschen nun ändere, dann ist es nicht mehr der Mensch, den ich kennen gelernt habe. Aber der Mensch den ich kennen gelernt habe war für mich ok.

Wenn ich ihn nun so ändere, das er exakt meiner Vorstellung entspricht, dann ist er nicht die Person, die ich vorher kannte. Und ob die mir dann noch so stark gefällt, ist eine andere Sache.

Das bedeutet ja nicht, das ich ihm nicht hier und da einen Rat aus meiner Sicht gebe, was er anders machen soll. Aber ob er das macht, das muß ich ganz allein ihm überlassen.

Ich bin in keiner Weise berechtigt einen Menschen so zu verbiegen, das er zwar mir mehr entspricht. Aber das er nicht mehr er selbst ist.

Das ist das, was Frauen seit Jahrtausenden immer wieder erfolglos mit ihren Männern versuchen. Es hat nie funktioniert und wird auch nie funktionieren. Zusätzlich geht die Beziehung kaputt, wenn frau es übertreibt.

Wie gesagt, es geht ja nicht darum, ob es funktioniert, sondern ob es überhaupt gerechtfertigt ist…man nimmt sich ja das Recht, sagen zu dürfen, ob jemand „gut“ oder „schlecht“ sei und lehnt ihn ab….und man versucht, den Charakter eines Menschen zu ändern, nur damit er anderen gefällt…ist das denn o.k., wenn man in Betracht zieht, dass es diesem jemandem danach evtl. besser gehen könnte?

Ja klar, man muss ihn ändern. Das ist meines Erachtens auch der Sinn des Lebens so viel unmoralische Dinge (sprich: Dinge die den meisten Menschen einen Nachteil geben) wie möglich an Menschen zu beseitigen, damit nicht noch mehr unter dieser Unmoral leiden müssen oder davon angesteckt werden.

Aber davon abgesehen. Man kann einem Menschen nur die richtige Tür zeigen. Durchgehen kann man immer nur alleine. D.h. man kann einen Menschen nicht ändern, man kann ihm höchstens Änderungen empfehlen. Somit ändert man Menschen indirekt.

Ich sag mal so: Wenn ihr ihm sagt, dass er sich ändern soll, solltet ihr den Satz dazugeben: Sonst wird dich keiner respektieren! Jetzt stellt ihr ihm eine Alternative.. Wenn er ich ändert, wird er respektiert, wenn nicht, dann nicht..

Aber ist das nicht auch ein bisschen…“Erpressung“? Im Sinne „Wenn du dich nicht änderst, werden wir dich nicht respektieren“…man versucht ja demnach auch, den Charakter eines Menschen quasi nach seinen eigenen Wünschen umzugestalten – ist das überhaupt o.k.?

Oder meintest Du das anders?

Trotzdem danke für Deine Antwort!

es ist schon richtig, dass jeder mensch für sich selbst verantwortlich ist und so sein kann, wie er möchte. doch dann muss er auch die konsequenzen tragen!!! die anderen müssen doch nicht seine überheblichkeit mögen!!! ich denke, wenn er dir wichtig ist, dann sag ihm, wie DU (denn du kannst auch nur für dich sprechen) das siehst und dann muss er sehen, was er draus macht. wenn er nun mal „besser“ als alle anderen ist, dann soll er sich doch auch an der spitze allein wohl fühlen … 😉

Vielen Dank!

Du kannst einen Mensch nicht ändern. Aber was du machen ist ihm Tipps zu geben wie er sein VErhalten verändern kann,…

Dankeschön.

Man kann andere menschen nicht ändern. Aber du könntest deine Einstellung zu ihm ändern. Dann hast du ihn für dich zumindest schon mal geändert.

Dauerhaft und grundlegend kann man keinen einzigen Menschen ändern.

Es geht ja darum, ob es denn überhaupt gerechtfertigt ist, das überhaupt zu versuchen, nicht, ob man das wirklich schafft…es geht quasi um das Prinzip.

Die Antwort von @quopiam ist toll!

Du selbst bist immer der Dreh- und Angel-punkt grins

Die erste Frage ist:

Sehe ich ihn so wie er ist, oder sehe ich ihn so, wie ich glaube, dass er ist?!

Damit meine ich:

Verhaltensweisen, die du bei dir selbst ablehnen würdest, zu denen du unbewusst „nein“ sagst, die du selbst nicht haben willst, stechen dir natürlich ins Auge…

Wie heißt es so schön…

Bevor du den Splitter im Auge des Anderen… entferne erst mal den Balken aus deinen…

Hast du das reinen Herzens getan und du siehst dann wirklich Paul, so wie er ist, dann kannst du wählen, ob dir seine Gesellschaft gut tut, oder nicht.

Du darfst natürlich auch versuchen ihn zu ändern… (dürfen tust du alles :-), aber das ist eher ein Schattenboxen und Spiegelfechten… Wenn du das gerne spielst, ist nichts dagegen einzuwenden 😉