Einbürgerung nach welchen Kriterien?

**Voraussetzungen für das Geburtsortsprinzip ********Damit das Geburtsortsprinzip greift, muss bei der Geburt des Kindes mindestens ein Elternteil:

seit mind. acht Jahren gewöhnlich und rechtmäßig in Deutschland wohnen und eine Aufenthaltsberechtigung aufgrund des Freizügigkeitsabkommens zwischen der Europäischen Union und der Schweiz haben oder

ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzen*********** Ein unbefristetes Aufenthaltsrecht besitzen nach Angaben der Bundesregierung folgende Personen:

Personen mit einer Niederlassungserlaubnis oder einer Erlaubnis zum Daueraufenthalt-EG,*

d.h. mit einem Schein, der zum unbefristeten Aufenthalt berechtigt.** Dieser wird an Ausländer nach fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland und Erfüllung einiger anderer Kriterien ausgestellt.**

freizügigkeitsberechtigte Unionsbürgerinnen und Unionsbürger bzw. gleichgestellte Staatsangehörige aus Island, Liechtenstein oder Norwegen sowie deren Familienangehörige und Lebenspartner, d.h. alle Mitglieder der Europäischen Union und Bürger aus Island, Liechtenstein und Norwegen, sowie deren Familien, die berechtigt sind, ihren Aufenthaltsort, Wohnort und Arbeitsplatz frei zu wählen.

türkische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie deren Familienangehörige, die ein Aufenthaltsrecht aufgrund des Assoziationsrechts der Europäischen Union mit der Türkei haben, d.h. die in Deutschland aufgrund dieses Abkommens arbeiten dürfen.

http://www.einbuergerungstest.biz/einbuergerung-allgemein/geburtsortsprinzip

Mal wieder schön zitiert und kopiert. Aber die Frage hast du nicht beantwortet – dafür reichts dann doch nicht.

Deine Überlegung ist grundsätzlich richtig. Der rechtmäßige Aufenthalt Deiner Frau reicht aus in dem Sinne, dass es auf Deine Staatsangehörigkeit und Deinen Aufenthalt nicht ankommt. Auch das Geburtsjahr Deiner Kinder reicht, weil die Regelung für alle Kinder von nicht-deutschen Eltern gilt, die ab dem 01.01.2000 geboren sind. Aber der Aufenthalt Deiner Frau ist nicht lang genug. Es müssten 8 Jahre sein und nicht nur 3.

So wie die Dinge liegen, sehe ich nur zwei Lösungen des Problems.

  • Wenn Ihr einen deutschen Mann (auch einen eingebürgerten Deutschen) findet, der bereit ist, die Vaterschaft(en) anzuerkennen, würden die Kinder auch Deutsche, von Geburt an. Aber wahrscheinlich müsste die Vaterschaft durch ein erbbiologisches Gutachten nachgewiesen werden, und da kommt Ihr nicht durch, wenn Du der wirkliche, der biologische, Vater bist.
  • Deine Frau müsste noch 5 Jahre warten oder 2 Jahren bis zum "Daueraufenthalt-EU". Bei der Einbürgerung könnte sie Dich und die Kinder gleich "mitnehmen", wenn ihr in einem gemeinsamen Haushalt wohnt und Du unterhaltsverpflichtet bist.

Du schreibst in einer anderen Frage, dass Du nur "geduldet" bist. Wie kann das sein, wenn Du mit einer aufenthaltsberechtigten Ausländerin verheiratet bist? Dann kommt eine Abschiebung doch sowieso nicht mehr in Frage und die Duldung hat ein Ende, oder?

Wenn das, was ich mir überhaupt nicht vorstellen kann, für die Aufenthaltsberechtigung Deiner Frau nicht gilt, dann aber sicher für ihren Daueraufenthalt-EU. Da gibt es sicher EU-weite Vorschriften. Also soll sie den Daueraufenthalt-EU (nach 5 Jahren rechtmäßigem Aufenthalt) auf jeden Fall beantragen!

Dein Link funktioniert nicht, aber ich gehe davon aus, dass Du korrekt zitierst…

Ich habe die Bestimmung zwar so in Erinnerung, dass der Elternteil 8 Jahre rechtmäßig in Deutschland gelebt haben muss, aber da einer Niederlassungserlaubnis i.a. eine Zeit mit zeitlich begrenztem Aufenthaltstitel vorausgeht, dürfte das hier ebenfalls der Fall sein.

Nach der 3-Jahre-Bestimmung wäre das erste Kind (und möglicherweise auch das zweite) allerdings nicht betroffen.

Soweit ich sich verstanden habe, würden dann auch die Duldungszeiten angerechnet werden ?
Das erste und zweite Kind würden aber dann doch jetzt Anspruch haben , nachdem die Mutter ihre 3 Jahre voll hat mit der Niederlassungserlaubnis , oder etwa nicht ?

In deinem Text fehlt ein entscheidendes Wort: rechtmäßig. Der betreffende Elternteil muss 8 Jahre rechtmäßig in D. leben. Eine Duldung ist kein rechtmäßiger Aufenthalt, daher sind die Kinder nicht deutsch.

Eine Duldung ist kein rechtmäßiger Aufenthalt,

Was denn sonst?